Die SZ-Ligatur – wie unser kaufmännisches & (und) entstanden ist.

Wie die &-Ligatur entstanden ist

Das kaufmännische Und

In vielen Sprachen, so auch in der Deutschen und der Englischen, kürzen wir das Wort und durch die Ligatur & ab. Da es häufig in Firmenbezeichnungen (z.B. GmbH & Co. KG) und im Geschäftsleben verwendet wird, bezeichnen wir es auch als kaufmännisches Und.

Entstehung

In der lateinischen Sprache übersetzt man das Wort und mit et. Da man dieses Bindewort recht oft verwendet, verbanden sich die beiden Buchstaben e und t durch Flüchtigkeit immer weiter zu einem Zeichen, bis sich schließlich, wohl auch aus Bequemlichkeit, ein eigenes Zeichen entwickelte – eine Ligatur. In der ursprünglichen Form des Zeichens kann man noch gut die beiden Buchstaben erkennen.

Formenwandlungen der et-Zeichen

Formenwandlungen der et-Zeichen: 1: Ältere römische Kursive, Rohrfeder, 131 nach Christus, 2: Jüngere römische Kursive, Mitte des 4. Jahrhunderts, 3: Jüngere römische Kursive, um 346 nach Christus, 4: Aus einer Handschrift (St. Hilarius), vor 509, 5: Aus einer Handschrift (St. Maximus), 7. Jahrhundert, 6: Karolingische Minuskel, 810.

Das Ganze wurde später auch durch den Buchdruck vorangetrieben. Das häufig verwendete Element wurde schlicht auf eine Bleiletter geschrieben, so wurde es endgültig zu einem eigenen Zeichen.

Diese Zusammenführung von Buchstaben ist kein Einzelfall. So ist unser scharfes S (ß) eine Ligatur aus den Buchstaben S und Z. Auch das W ist letztlich nur eine Ligatur aus zwei aufeinanderfolgenden V´s oder U´s. Nicht umsonst heißt der Buchstabe im Englischen noch Double-U.

Bildquelle: Wikimedia Commons, Urheber: Alatius, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de, unverändert

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